| Das Miteinander ist ein wichtiger Baustein im Verein |
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Braunschweiger Zeitung Wolfenbütteler Freundeskreis für Suchtkranke und – gefährdete feiert sein 30-jähriges Bestehen – Lob von Röhmann und Rühland Von Udo Starke WOLFENBÜTTEL. Auf ein stolzes Jubiläum blickte am Wochenende der Wolfenbütteler Freundeskreis zurück. Anlässlich des 30-jährigen Bestehens fand eine Feierstunde in der Martin-Luther-Gemeinde am Philosophenweg statt. Die Einrichtung zählt zurzeit 131 Mitglieder. In seiner Begrüßung betonte der Vorsitzende Albrecht Osterloh, der zahlreiche Gratulanten willkommen hieß, dass der Geburtstag eigentlich schon vor zwei Jahren stattgefunden hätte. "Heute feiern wir praktisch das 30-jährige Inkrafttreten der neuen Satzung", sagte er. Der Freundeskreis ist eine Selbsthilfeorganisation für Suchtkranke und – gefährdete sowie deren Angehörige und Freunde. Die Grundlagen der Arbeit basieren auf Erfahrungen Abstinenter. Die Zielsetzung ist die Wiedereingliederung Suchtkranker und –gefährdeter in die Gesellschaft und das Führen eines zufriedenen, abstinenten Lebens. Es werden Wege zur Hilfe aufgezeigt, sowie während und nach einer ambulanten oder stationären Therapie eine Betreuung angeboten. Petra Sarstedt-Hülsmann vom Lukaswerk erklärte, die Institution sei kein loses Etikett. Für Betroffene sei die Einrichtung von großem Wert. Da an freundlich und offen miteinander umgehe. "Sie stellen sich ständig neuen Herausforderungen und erreichen alle Altersstufen, sind stets aktiv und beschäftigen sich mit aktuellen Themen", meinte sie. Die Gemeinschaft sei zudem zukunftsfähig und habe positiven Einfluss auf Suchthilfe in der Diakonie. Dabei halte Vorsitzender Osterloh mit großer Toleranz und ohne Vorurteile den Freundeskreis zusammen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Rühland bezeichnete die Selbsthilfegruppe als wichtigen Baustein in der Arbeit der Lukaswerke. "Das Miteinander ist das wichtigste Glied um Suchtkrankheiten dauerhaft in den Griff zu bekommen", ergänzte sie. Auch Landrat Jörg Röhmann sprach seinen Respekt und seine Anerkennung aus. Es sei gut zu wissen, dass es Menschen gebe, die sich für andere so vehement einsetzten. "Der Wolfenbütteler Freundeskreis hat in 30 Jahren vielen an einer Sucht erkrankten Menschen geholfen, nach ihrer Therapie wieder ein Leben mit einem geregelten Tagesablauf, mit funktionierenden zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem ohne Suchtmittel zu führen", sagte Röhmann. Montag, 06.09.2010 |
