| Freundeskreis – nicht nur ein Etikett Wolfenbüttel. |
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Wolfenbütteler Schaufenster Mit einem festlichen Empfang in der Martin-Luther-Kirche und einem anschließenden gemütlichen Beisammensein beging der Wo l f e n b ü t t e l e r Freundeskreis gestern sein 30-jähriges Bestehen. Die Selbsthilfegruppe für Suchtabhängige und Angehörige startete in Wolfenbüttel bereits vor mehr als 30 Jahren. Den Anstoß gab Kurt Buttgereit, damals Leitender Braunschweiger Beratungsstelle des Lukas- Werks. Er rief einige abstinent lebende Patienten dazu auf, einen Freundeskreis zu gründen – und so geschah es, zunächst in Braunschweig, später in Goslar und Salzgitter- Lebenstedt. Die Wolfenbütteler hatten sich den Treffen in Braunschweig angeschlossen, bis der Weg dorthin zu mühsam erschien und damals Lore Moeller auch in Wolfenbüttel einen Freundeskreis gründete. Sie ist heute Ehrenvorsitzende der Selbsthilfegruppe.Die Martin-Luther-Gemeinde stellte dem neu gegründeten Freundeskreis von Beginn an einen Tagungsraum zur Verfügung und die Arbeit lief erfolgreich an. Als die Mitgliederzahl wuchs, ließ sich der Freundeskreis ins Vereinsregister eintragen und schrieb eine Satzung – das war vor 30 Jahren. Heute ist Albrecht Osterloh Vorsitzender des Freundeskreises, zur Seite stehen ihm sein Stellvertreter Reinhard Schoening, Kassiererin Klaudia N., Beisitzer Hans- Eduard Bahilik und viele weiterehrenamtliche Helfer, nahezu alle ausgebildet zu Suchtkrankenhelfern. Während zahlreicher Grußworte wurde die vielfältige Arbeit des Freundeskreises gestern immer wieder gewürdigt. Allen voran dankten Vertreter des Lukas-Werks der Selbsthilfegruppe für die fruchtbare Zusammenarbeit. „Der Name Freundeskreis ist kein bloßes Etikett. Hier finden sich Freundschaften, die über Jahre und Jahrzehnte halten“, sagte Petra Sarstedt- Hülsmann, Chefin des Lukas-Werks. Die Suchtkranken würden hier mit viel Herzlichkeit und Wärme aufgenommen. Dabei erreiche der Freundeskreis gleichermaßen erwachsene Männer und Frauen sowie Jugendliche.Der Freundeskreis gestalte seine Arbeit aktiv, nehme sich aktueller Themen an und entwickle sich stets weiter – das sei zukunftsfähig, bescheinigte Sarstedt- Hülsmann der Selbsthilfegruppe, die sich auch neuer Suchtformen, wie beispielsweise der Internetabhängigkeit, annimmt. „Mit großer Toleranz und ohne Vorurteile hält Herr Osterloh den Freundeskreis zusammen“, dankte sie dem Vorsitzenden persönlich. Auch weitere Redner, wie stellvertretende Bürgermeisterin Katrin Rühland und Landrat Jörg Röhmann, hoben die erfolgreichen Angebote des Freundeskreises zur Minderung der Rückfallgefahr bei Suchtkranken hervor, die deren abstinentes Leben begleiten und auf vielfältige Weise stärken. Ihnen gelte Dank und Respekt, sagte Röhmann. Mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee, Kuchen und einem „guten Essen“, wie Osterloh betonte, fanden die Feierlichkeiten in den Gemeinderäumen ihren Fortgang. Sb
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